Herberts Wohnzimmerführung - Teil 13 – Kleingefäße aus der „Pfyner Zeit“

Zeitstellung 3900 – 3500 v.Chr.

 

Die Kleingefäße der „Pfyner Kultur“ zeichnen sich durch ihr vielfältiges Formenspektrum und die handwerkliche Qualität der Töpfe aus.

Wandstärken zwischen 4mm und 9mm bei einer Höhe von bis zu 20cm sind Standard.

Der jungsteinzeitliche Töpfer formte die Gefäße ohne Töpferscheibe in Wulsttechnik. Zuerst gestaltete er den Gefäßboden auf den dann mit Tonrollen das Gefäß aufgebaut wurde. In nassem Zustand wurden die Tonrollen miteinander verstrichen und geglättet. Nach der Trocknung wurden die Töpfe in einer Erdgrube bei 800°C gebrannt.

 

Formenvielfalt der Pfyner Kleingefäße

 

In den Jahren 1970 – 2000 waren mehre Sammler in den Pfahlbaustationen des Bodensees unterwegs. Sie haben in Wattstiefeln die ufernahen Bereiche der Pfahlbausiedlungen abgesucht. Leider wurden dabei viele fragile, in den Kulturschichten verborgene, Artefakte zertreten.

Früh habe ich begonnen den Tiefwasserbereich, der für die Stiefelgänger unerreichbar war, mit dem Boot abzusuchen. So konnte ich viele gut erhaltene Holz- und Knochenartefakte bis hin zu im Ganzen erhaltenen Töpfen bergen.

Nur ein Teil der gefundenen Tongefäße ist im Pfahlbaumuseum zu sehen.

Wir hoffen in nicht all-zu-ferner Zukunft alle besonderen Gefäße in einem erweiterten Museum ausstellen zu können.

 

 

Kleingefäße aus der Pfyner-Zeit

JoomSpirit